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Schon wieder… Teil 3: Investieren

by georg on Oktober 13th, 2013

Ok, aber wie investieren?

Es wird eine Lösung geben, aber es wird keine Lösung sein. Es scheint nicht viel Sinn zu machen, sich auf den „worst case“ einzustellen, weil unklar ist, was passiert. Etwa: üblicherweise sinkt in Krisen die Nachfrage nach Aktien (also der Beteiligung an Unternehmen) und steigt die Nachfrage nach sicheren Staatsanleihen (also den Krediten an Staaten) – wenn aber Staatsanleihen die Krise sind? Müsste dann nicht gerade die Realwirtschaft, wie sie durch Aktien repräsentiert wird, nachgefragt werden? Oder gibt es dann eine erhöhte Nachfrage nach Gold? Was aber, wenn die USA ihre Goldreserven notverkaufen? Oder Bargeld? Aber welche Bank überlebt den Crash? Steigt der Euro oder wird er mitgerissen? Der Schweizer Franken steigt dann sicher – aber was macht die Schweizer Notenbank mit ihrem garantierten Wechselkurs?

Mir scheint es nur eine sinnvolle Haltung zu geben, und zwar sowohl in der Krise als auch nach der Lösung dieses aktuellen Show-Downs: so direkt wie möglich in möglichst einfache wirtschaftliche Produktion zu investieren; soweit als möglich ohne Banken, ohne Staaten, mit einem Minimum an Finanzmarkt. Das heißt, in der Reihenfolge der Einfachheit:

  • direkte Beteiligung an wirtschaftlichen Unternehmungen (ob Wald oder Biotechnologie).
  • Finanzierung von Unternehmen in Form von Aktien oder Anleihen.
  • Beteiligung an Fonds, die in Unternehmen investieren.

Und jedenfalls ist die Welt nicht mehr in sichere und unsichere Blöcke einteilbar; die Unterscheidung zwischen den Hauptmärkten (USA, EU, Japan) und Emerging Markets löst sich in graduelle und variable Abstufungen von relativ sicheren Einzelmärkten auf. Entsprechend breit gestreut sollten Investitionen global sein.

In diesem Sinne wünsche ich einen möglichst langweiligen Oktober!

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