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Investmentletter April 2011, Kurzfassung

by georg on April 3rd, 2011

Japan: durch die Zeitlupen-Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima sind die ökonomischen Folgen des Tsunamis nicht absehbar; die einzig sinnvolle Prognose ist daher, dass die derzeitigen Prognosen falsch sind.
Arabien: die Serie von Revolten bietet das Potential eines hoffnungsvollen, auch ökonomischen Aufbruchs. Die Eskalation in Libyen allerdings ist beunruhigend, weil derzeit eine glimpfliche baldige Lösung unwahrscheinlich scheint.
Europa: im Schatten der weltweiten Aufregungen ist die europäische Schuldenkrise in Vergessenheit geraten; ausgestanden ist sie nicht. Es ist zu erwarten, dass es in absehbarer Zeit zu einem neuerlichen Aufbrechen kommt. Da Länder wie Griechenland und Irland nicht illiquide sondern überschuldet sind, ist eine Schuldenreduktion die einzige Lösung. Wahrscheinlich ist, dass dies über eine faktische Anleihentilgung durch die EZB relativ heimlich abgewickelt wird. Dies wird zu kurzfristiger Aufregung führen, fundamental aber zur Beruhigung beitragen – und zu einer Aufwertung des Euro. Die Auswirkungen auf Banken und Versicherungen könnten allerdings neuerliche staatliche Interventionen erfordern. Daher bleiben alle europäischen Zinsprodukte volatil und riskant.
Anleihen: Da aktuell die Inflation in Europa dreimal so hoch wie der Marktzins (!!) ist, sind Zinsprodukte reale Geldvernichter; Kredite hingegen sind real gratis! Außerhalb des Euroraums bieten sich sinnvollere Möglichkeiten.
Aktien: Europa, vor allem ohne Deutschland, hat Nachholbedarf; nach einer halbjährigen Korrektur können auch die Schwellenländer wieder steigen. Nach wie vor sind exportorientierte US-amerikanische und deutsche Unternehmen die billigste Form, in Schwellenländer zu investieren.
Rohstoffe: Da alle Faktoren, die zu dem bisherigen Anstieg geführt haben, nach wie vor gültig sind – hohe Liquidität, d.h. viel Geld, das veranlagt werden muss; hohe Nachfrage aus Asien; Skepsis gegenüber ehemals sicheren Veranlagungen wie Staatsanleihen – werden die Preise hoch bleiben. Vor allem die hohe Inflation bei den Produktionskosten macht einen Rückfall auf frühere niedrige Preise unwahrscheinlich.
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